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12. Spieltag Landesklasse 2017/18: TuS Weinböhla – SG Motor Wilsdruff 5:4 (2:4)

19.11.2017

 

Die SG Motor Wilsdruff steckt nach dieser sehr bitteren Niederlage ganz tief im Abstiegskampf. Dabei sahen die Vorzeichen für die Saubachthaler ganz gut aus. Seit langer Zeit konnte Trainer Rabe auf einen gut bestückten Kader zurückgreifen. Außer dem gesperrten Kapitän Göldner, dem erkrankten Rickert und verletzten Barth waren soweit alle Spieler an Deck.

Das Spiel beginnt relativ ausgeglichen. Das Team aus Weinböhla setzt dabei auf viele Hohe Bälle auf die agilen Diener, Schirmer oder Wilde. Wilsdruff will durch schnelles Umschalten zum Torerfolg gelangen. Mustergültig gelingt dies bereits in der 8. Spielminute. Hellwig wird über rechts geschickt und seine präzise Eingabe vollendet Se. Göldner zum 0:1. In der 22. Spielminute kommt Weinböhla zum 1:1. Ein langer Ball wird von Keilholz nur zur Seite abgewehrt, Wilde nimmt das Spielgerät auf, überläuft Jünger und bedient den einlaufenden Gabler am langen Pfosten. Dieser vollendet per Kopf zum Ausgleich. Aber Wilsdruff zeigt sich keinesfalls geschockt sondern dreht jetzt richtig auf. Nur eine Minute später geht die Rabe–Elf wieder in Führung. Ein langer Einwurf wird von Keeper Kausch unterlaufen und am langen Pfosten braucht Küchenmeister nur noch einzuschieben. Wiederum 3 Minuten später nutzen die Wilsdruffer einen Querschläger der Abwehrreihe. Hellwig leitet den Ball gedankenschnell per Hacke auf den durchstarteten Se. Göldner weiter. Der Abschluss landet im Netz zum  1:3. Und Wilsdruff kann sogar noch einen nachlegen. In der 37. Spielminute behauptet Morgenstern im Mittelfeld den Ball und setzt sich bis zur Grundlinie durch. Nach einer Hackenablage auf den mitgelaufenen Se. Göldner und dessen Eingabe, kann Hellwig im Nachschuss auf 1:4 erhöhen. Kurz vor der Halbzeit kann Weinböhla noch einen Treffer erzielen und somit Hoffnung auf die 2. Halbzeit wahren. Die Wilsdruffer können den Ball nicht sauber behaupten und laden den Gastgeber zur Flanke ein. Der Ball fliegt durch den 16er, und beim Nachlaufen in Richtung Eckfahne berührt Küchenmeister den Gegner so, dass dieser fällt. Den berechtigten Elfmeter verwandelt Schneider in der 43. Minute zum 2:4 Anschlusstreffer.

Die 2. Halbzeit beginnt mit einem deutlichen Übergewicht der Heimmannschaft. Wilsdruff versucht mit Mann und Maus zu verteidigen. In der 57. Minute wird der Aufwand für Weinböhla belohnt. Nach einem Freistoß kann Wilsdruff den Ball nicht klären. Wilde erzielt im 3. Nachschuss das 3:4. Nun zeigt Weinböhla seine wahre Stärke. Durch körperliche Präsenz, noch mehr hohen Bällen und ekliger Zweikampfführung erarbeitet man sich ein deutliches Übergewicht. Dabei wird Weinböhla mehr und mehr durch Standards gefährlich. Die Stimmung auf und neben dem Platz wurde immer aufgeheizter und Schiedsrichter Reschke hat alle Hände voll zu tun, worunter die Verhältnismäßigkeit leider deutlich litt. Inmitten dieser „heißen Phase“ hatte Wilsdruff die Chance zum Gnadenstoß. Der eingewechselte Jänsch setzt sich über rechts gut durch. Sein Rückpass landet maß genau vor den Füßen von Lucius. Doch der Abschluss misslingt mit großer Enttäuschung. In der 81. Spielminute kommt Weinböhla wieder durch einen Freistoß zum 5:4 Siegtreffer. Dabei ist es Schmid der im Strafraum am schnellsten schaltet und das Spiel komplett auf den Kopf stellt. Wilsdruff hat zwar noch 2-3 sporadische Angriffsversuche, doch der Wille ist zu diesem Zeitpunkt schon längst gebrochen.

Trainer Rabe: „Wir haben die ersten 40 Minuten unseren Fahrplan super umgesetzt und dabei schönen Fussball gezeigt. Wir gehen mit einer 2:4 Führung in die Kabine, was leider schon völlig unnötig war. Dennoch haben wir uns geschworen endlich wieder zu punkten. Wir wussten, dass Weinböhla mit allen Mitteln versuchen wird das Spiel zu drehen. Wir wussten auch, dass Weinböhla sehr eklig und provozierend spielen wird. Was aber meine Mannschaft im gesamten 2. Durchgang dem entgegen gestellt hat ist für mich unerklärbar. Mit einer 2 Tore Führung im Rücken sich so vorführen zu lassen ist extrem frustrierend. Ich bin einfach nur enttäuscht.“

Das Loch zu den Nichtabstiegsplätzen wird von Woche zu Woche größer. Kommenden Samstag erwarten die Saubachthaler, im letzten Heimspiel dieses Jahres, das Schlusslicht aus Frankenberg.

„Wir kennen Frankenberg bereits aus dem Pokal. Dort haben sie uns noch im Elfmeterschießen bezwungen. Wir werden alles geben, dass wir dieses Mal als Sieger vom Platz gehen.“

 

Aufstellung: Heimrich, Wollmann, Christoph, Küchenmeister (63.min Jänsch), Keilholz, Hellwig, Morgenstern, Se. Göldner, Göhler, Knop, Jünger (46.min Lucius)

 

Bank: Dettloff, Gerstenberger, Lucius (46.min), Jänsch (63.min)

 

Tore:

0:1  8.min Se. Göldner

1:1 22.min Gabler

1:2 23.min Küchenmeister

1:3 26.min Se. Göldner

1:4 37.min Hellwig

2:4 43.min Schneider (11m)

3:4 56.min Wilde

4:4 72.min Ettelt

5:4 81.min Schmid

 

Zuschauer: 88